Studienauftrag

Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten

Es ist ein Ensemble aus verschiedenen Gebäuden mit je eigenem Typ, Gestalt und Ausdruck: Prime Tower, ‹ Cubus ›, Maaghof und die Gebäude ‹ Diagonal › und K auf dem Wettbewerbsperimeter. Zu ihnen gesellt sich der neue, zeichenhafte Baukörper. Mit fünfzig Metern Höhe ist er weder ein eindeutiges Hochhaus noch Teil einer Regelbebauung. Stattdessen verkörpert er einen neuen Gebäudetyp. Die Zeichenhaftigkeit ist plastisch-architektonisch und bezieht sich auf keine spezifische Nutzung.

Die dreieckige Grundform spielt die abgerundete Ecke des inventarisierten Gebäudes K frei und definiert drei Aussenräume: einen grossen und einen kleinen Platz sowie eine Gasse. Die Form lässt den Solitär mal schlank und stehend, mal breit und gesetzt erscheinen. In den abgefasten Ecken befinden sich die Eingänge. Die nutzungsneutrale Struktur mit dem grossen, stützenfreien ‹ Container › als Sockel und den drei ‹ Regalen › als darauf stehendem Schaft besteht aus rot eingefärbtem Beton und bestimmt sowohl den äusseren als auch den inneren Ausdruck. Drei riesige Kreuze steifen das Gebäude zusammen mit drei Liftkernen in den Ecken aus. Mit ihrer Präsenz bestimmen sie den vierzig Meter hohen Atriumraum, der eine Art Klimapuffer und für alle hier Wohnenden und Arbeitenden eine gemeinschaftliche Mitte bildet. Lichtdurchflutet und halböffentlich macht das Atrium das Haus offen und zugänglich. Und es verschafft dem Gebäude eine Einzigartigkeit in Zürich.

Von Weitem hat das Gebäude eine markante plastische Präsenz, von Nahem wird die Fassade feingliedrig, porös und massstäblich. Das Nutzungskonzept entspricht dem Schnitt. Im generischen Sockel sind verschiedene Nutzungen möglich, etwa ein Multifunktionssaal mit Gewerbe oder eine Mall mit Läden, Gastronomie und Fitness. In den Obergeschossen sind in den zwei lärmabgewandten Flügeln Mikroapartments und Kleinwohnungen vorgesehen, im lärmzugewandten Teil Büros. Die vertikalen Zugänge in den drei Ecken erschliessen über Laubengänge im Atrium jeden Flügel separat. Auf dem Sockel befindet sich eine halböffentliche Plaza mit angrenzenden allgemeinen Nutzungen wie Lobby, Fitnessbereich und Co-Working-Space. Begrünte Stadtbalkone formen die Ecken, ein grosser Wasserspiegel bildet das Zentrum.

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Die Jury sagt

«Das selbstbewusste Projekt ist in sich sehr überzeugend und vertraut mit seinen volumetrischen, räumlichen und strukturellen Qualitäten darauf, einen Beitrag zu liefern, der deutlich besser ist als das jetzt Bestehende. Nach einer eingehenden Analyse des vorhandenen, einzigartigen Nutzungskonglomerats und einer städtebaulichen Grundsatzdiskussion hat sich die Jury jedoch entschieden, einen Weg der Kontinuität und der schrittweisen Veränderung zu wählen.»

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Architektur
Edelaar Mosayebi lnderbitzin Architekten AG ETH SIA BSA
Badenerstrasse 156
8004 Zürich
Prof. Dr. Elli Mosayebi, Christian lnderbitzin, Ron Edelaar, Roxane Unterberger, James Horkulak, Yvo Corpataux

Landschaftsarchitektur
Ganz Landschaftsarchitekten GmbH
Grubenstrasse 45
8045 Zürich
Daniel Ganz, Maja Leonelli

Bauingenieurwesen
wlw Bauingenieure AG
Luegislandstrasse 31
8051 Zürich
Dominic Walser, Roman Granzotto

Bauingenieurwesen
Block Research Group
Stefano-Franscini-Platz 1
8093 Zürich
Prof. Dr. Philippe Block

Brandschutz
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3000 Bern 14
Dirk Boldt

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